Kulmhof: eine Ausstellung gegen das Vergessen
- 20.09.2026
- 11:30 Uhr
- 4 Euro
- Schloss Reinbek
Die Ausstellung -Entrechtet-Vertrieben-Ermordet. Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof und die Stadt Koło 1939- 1945- im Schloss Reinbek erinnert an eines der ersten nationalsozialistischen Vernichtungslager bei Chełmno. Mit dem deutschen Überfall auf Polen im September 1939 begann dort eine Zeit des systematischen Terrors. Die Stadt Koło wurde umbenannt in Warthbrücken und Teil des Warthegaus. Die polnische und jüdische Bevölkerung wurde von den Nationalsozialisten rassistisch verfolgt. Im nahen Chełmno (Kulmhof) errichtete die SS 1941 das erste Vernichtungslager mit Gaswagen. Dort erprobte das NS-Regime die fabrikmäßige, sofortige Massenvernichtung. Mehr als 150.000 Menschen wurden ermordet.
Reinbek ist mit der Stadt Koło seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden. Die Ausstellung im Schloss Reinbek erinnert an das Schicksal der Menschen während der Zeit der deutschen Besatzung. Sie soll anregen Verantwortung zu übernehmen für Gegenwart und Zukunft; für Freiheit und Demokratie, gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung.
Die Ausstellung verbindet historische Dokumente und Exponate des Museums Kulmhof in Chełmno, Materialien aus der Bibliothek und dem Keramikmuseum Koło, sowie Arbeiten von Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsschule Reinbek. Sie eröffnet unterschiedliche Perspektiven auf die Geschichte und setzt sich mit dem Schicksal der Menschen sowie der Bedeutung von Erinnerungskultur auseinander.
Eröffnet wird die Ausstellung am 20. September 2026 um 11:30 Uhr mit einer Einführung von Dr. Ulrich Baumann, stellvertretender Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und ist bis zum 8. November 2026 im Schloss Reinbek zu sehen.
Es wird offene Führungen am Sonntag, den 4.10 und 8.11. jeweils um 15 Uhr geben.
Eintritt zur Vernissage frei.
Führungen für Schulklassen können unter: kulturzentrum@reinbek.de vereinbart werden.
Öffnungszeiten des Schlosses:
Mittwoch bis Sonntag 10 – 17 Uhr.
Anstehende Termine
Uhr
Montag, 14. September
Autoren Lesung mit Michael Thode
Michael stellt seinen neuesten Thriller "Blaues Feuer" vor (Erscheinungstermin 28.07.), plaudert aus dem Nähkästchen über die Entstehung des Buches und steht gerne für Fragen zur Verfügung.
(Kartenverkauf im Junes und Reservierung über Email office@june-concept.de)
Aumühle lauscht - Kein Sommer ohne August
Bitte ... noch ein bisschen Sommer ... und nimm das Buch zur Hand und sammel noch ein paar - wirklich letzte - Sonnenstrahlen, bevor es in den Herbst geht. Ein Buch, bei dem ich immer langsamer gelesen habe, damit das Ende später kommt.
Nun freuen wir uns sehr, dass @lucyastner zur Lesung kommen wird!
Lucy Astners Buch "Kein Sommer ohne August" verströmt allein schon durch seinen Umschlag ein Gefühl von Sommerleichtigkeit. Beim Lesen des Buches gelingt es spielend, dieses Gefühl in den Spätsommer heineinzutragen.
Der Verlag schreibt dazu:
Zwei Kinder, die die Liebe zu Büchern teilen. Zwölf Sommer, in denen sie gemeinsam erwachsen werden. Eine Entscheidung, die alles verändert. Und zehn Tage, um ein neues Kapitel zu schreiben.
Sei gern dabei, wenn sie den Sommer ein bisschen verlängert - in unserem beschaulichen Aumühle.
Wir freuen uns auf Dich/ Sie / Euch
Für das KuBA Team
Kerstin Kleenworth
Karten gibt es hier und an der Abendkasse.
Von allen guten Geistern – Jess Jochimsen
Jess Jochimsen begegnet der um sich greifenden Hirn- und Herzvergletscherung mit seiner ganz eigenen Mischung aus kluger politischer Satire, sterbensschönen Songs und schreiend komischen Bildern.
Sind wir von allen guten Geistern verlassen?
Das ist wohl die Frage, die sich in Anbetracht der allgemeinen Lage stellt. Von Musk bis Merz erleben wir die Rückkehr der gekränkten Männer und während man in Echtzeit dabei zusehen kann, wie die Autokraten in West und Ost die Demokratie schreddern, schmeißt bei uns die kleinste große Koalition aller Zeiten eine 90er Party auf Pump. Ob es wirklich schlau war, jemand zum Kanzler zu wählen, der fast täglich unter Beweis stellt, dass er das gar nicht kann? Und der Kapitalismus, der Klimawandel und die Junggesellenabschiede sind ja auch noch da ...
Aber weil Verzweiflung keine Lösung ist, schultert der vielfach preisgekrönte Autor und Kabarettist sein Akkordeon, packt ausreichend Vernunft, Solidarität und Gelassenheit ein und verordnet sich Optimismus. Denn: Wer oder was sind diese guten Geister eigentlich genau, die uns da verlassen? Und warum immer gleich alle?
Auf seiner Antwortsuche streift Jochimsen durch Vorstädte und über Rummelplätze, huldigt der Höflichkeit und anderen vergessenen Tugenden und verspricht einen begeisternden Abend gegen die laufenden Zumutungen. Zurückgelehnt. Lustig. Und hoffnungslos zuversichtlich.
Ein Abend ohne Geländer. Feiern, als ob’s ein Morgen gäbe!
Tickets hier online und an der Kulturkasse in der Stadtbibliothek sowie an der Abendkasse in der BeGe Neuschönningstedt.
Begegnungsstätte Neuschönningstedt, Querweg 13, 21465 Reinbek
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